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Vom 27.02. - 28.02.2018 hat die iwb Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH anlässlich ihres 25. Jubiläums in Braunschweig kräftig gefeiert. 

 

Die iwb-Fachtagung für die Immobilienwirtschaft beleuchtete mit zahlreichen Referenten am ersten Tag das Thema "Wertschöpfung in Immobilienunternehmen". Professor Dr. Norbert Raschper begrüßte sichtlich erfreut die zahlreichen Gäste. Moderiert wurde die Veranstaltung an beiden Tagen von der Chefredakteurin der DW "Die Wohnungswirtschaft" Ulrike Trampe, die durch Fragen und Zusammenfassungen die 168 Anwesenden in ihren Bann zog. 

Der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. 
Axel Gedaschko eröffnete die Veranstaltung mit der Frage an die Vertreter der Immobilienunternehmen: "Womit verdienen wir zukünftig unser Geld?" - Mieterstrom - Werkswohnungen  - E-Mobilität – Gesundheitsversorgung – Carsharing-Konzepte? An Beispielen mahnte er, dass der digitale Ausbau des Internets im europäischen Wettbewerb nicht annehmbar sei, da Deutschland auf Platz 20 von 27 stehe.

Ihm folgte der Geschäftsführer der NEUWOGES aus Neubrandenburg Frank Benischke mit einem weiten Blick auf die Vorteile von Regiebetrieben und Handwerksbetrieben und über das In- und Outsourcing im Handwerk. „Wir müssen unsere zunehmend unzuverlässigere Versorgung mit Handwerkerleistungen zum Wohle unserer Mieter in die eigene Hand nehmen“ war sein Fazit.

Nicht minder interessant und aktuell wurde es, als Thomas Scherbaum, Prokurist der GEWOBA Bremen, am Beispiel der Energietochter Wertschöpfungspotenziale auf dem Weg zur CO2-Neutralität thematisierte. Zusammen mit Stefan Fölsch, Geschäftsführer der GEWOBA Energie GmbH, zeigte er, dass man mit einer eigenen Energietochter die CO2-Minderung bis 2050 erreichen, Mieter finanziell entlasten und die eigenen Bestandsinvestitionen erhöhen kann.

Im Anschluss zeigte Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der BGW Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH, wie  sich die Baukosten durch modulares Bauen senken lassen. Sie präsentierte Praxiserfahrungen zu kleineren und mittelgroßen Bauprojekten, die durch serielle Bauweise im Holztafelbau in sehr kurzer Zeit umsetzbar seien.  Und die BGW gibt die Erfahrungen über ein Lizenzmodell gerne auch an andere Wohnungsunternehmen weiter.

Den Ansatz Baukostensenkungen nahm auch Jörn von der Lieth als Geschäftsführer der Hilfswerk-Siedlung GmbH Berlin und Vorstand der ALEXANDRA-STIFTUNG auf, der am Praxisbeispiel von Mikrowohnungen und Qualitätsstandards mit seiner Kollegin Dorit Brauns hierfür "Umdenken und Innovationen" forderte und präsentierte. Es sei nun wichtig, althergebrachte Grundrisse zu überdenken und neue Standards zu schaffen. Als extremes Anschauungsbeispiel hierfür stellte er eigens für die Veranstaltung das experimentelle Tiny-House vor die Türe des Steigenberger Parkhotels, wo alle Funktionen des Wohnens auf 6,4 m² verdichtet wurden.

Der iwb-Geburtstag wurde mit einer stimmungsvollen Abendveranstaltung gefeiert. Als Höhepunkt des Abends übergaben die Geschäftsführer der iwb Prof. Dr. Norbert Raschper und Oliver Helms einen Scheck über 15.000 € - die Hälfte der Einnahmen der Veranstaltung - an den Generalsekretär Gerhard Müller von der DESWOS und ermöglichten damit den Bau einer Schule im Südsudan mit vier Klassenräumen, Schulmaterial und Lehrern.

Der zweite Veranstaltungstag widmete sich dem Thema „Digitalisierung“ und begann mit einem Innovationsvortrag aus der Lebensmittelindustrie, mit der Referent die Teilnehmer dazu aufrief „think big but act small“ und dazu riet, den Spieltrieb der Kunden für die Vermarktung neuer Produkte zu nutzen und auch das Produkt „Wohnen“ emotional aufzuladen.

Der Vorstandsvorsitzende des Spar- und Bauverein eG aus Dortmund, Franz-Bernd Große-Wilde, belegte, wie mobile Prozesse bereits heute die Bestandsbewirtschaftung insbesondere in den Bereichen Grünpflege, Verkehrssicherung und Wohnungsmodernisierung verbessern und erleichtern. Hierbei verwies er auf die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit der iwb und deren Software IGIS.

Dr. Wolfgang Pfeuffer, Vorstandsvorsitzender der Joseph-Stiftung aus Bamberg zeigte anhand des Beispiels von Studentenwohnungen den dort bereits umgesetzten digitalen Vermietungsprozess. „In Zeiten, wo Menschen über Portale einen Lebenspartner finden, können wir digital auch geeignete Mieter finden.“

Zum digitalen Zeitalter gehören auch die Anforderungen an das mobile Arbeiten in Wohnungsunternehmen, zu denen die Rechtsanwältin Patricia Will vom AGV der Immobilienwirtschaft e.V. in Düsseldorf die rechtlichen Bedingungen des Arbeits- und Datenschutzes aufführte.

Abschließend fragte Oliver Helms, Geschäftsführer der iwb, wie die anstehenden Aufgaben in der Wohnungswirtschaft am besten unterstützt werden können – mit BIM – oder vielleicht doch besser mit alphanumerischen Bestandsdaten? BIM sei innerhalb des deutschen Bermudadreiecks - Stuttgart 21 – BER – Hamburger Elbphilharmonie – erstarkt und soll jetzt für mehr Klarheit und Überblick sorgen. Häufig sei weniger aber mehr und eine kleinere Menge an pflegbaren Bestandsdaten wertvoller als unüberschaubare Datenmengen. Helms plädierte bei Neubauten für BIM, für die Bestandsbewirtschaftung unserer größeren Altbaubestände aber für Alphanumerik mit Anbindung an GIS-Karten und CAD-Pläne z.B. in der neu von iwb programmierten Software IGISsix.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: der Weg nach Braunschweig hat sich gelohnt.

01.03.2018 BKorte

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